Das Pflegetagebuch (mit Download)

Unser Pflegetagebuch hilft Ihnen, mit wenig Aufwand Ihre Pflegesituation oder die eines oder einer Angehörigen detailliert zu erfassen. Oft reichen einige Kreuze und Notizen täglich, um dann eine hilfreiche Dokumentation zu haben, die nicht nur für die Feststellung des Pflegegrads wichtig ist. Sie können unser Pflegetagebuch auch online ausfüllen und täglich oder wöchentlich neu abspeichern.

Was ist ein Pflegetagebuch?

In einem Pflegetagebuch zeichnen pflegende Angehörige, Freunde oder Ehrenamtliche – manchmal auch die Pflegebedürftigen selbst – auf, welche Pflege- und Betreuungsmaßnahmen in der jeweiligen individuellen Pflegesituation durchgeführt werden. Am Ende steht eine Dokumentation, die beschreibt, bei welchen Dingen oder Verrichtungen der oder die pflegebedürftige Person Unterstützung braucht, um den Alltag zu bewältigen.
Es geht aber auch um Teilhabe und soziales Leben, Prävention und Aktivierung. Besonders wichtig sind die Aufzeichnungen für das Verfahren mit den Krankenkassen, in dem der Pflegegrad festgestellt wird.

Ein Pflegetagebuch hält also insbesondere den Status quo fest, deckt aber auch zusätzliche Bedarfe und Defizite in der jeweiligen aktuellen Pflegesituation auf.

Pflegetagebuch mit Download

In Deutschland haben pflegebedürftige Menschen Anspruch auf viele verschiedene Pflegeleistungen. Um diese Leistungen zu bekommen, müssen Sie zuerst bei Ihrer Pflegeversicherung einen Pflegegrad (ehemals Pflegestufe) beantragen.

Wofür brauche ich ein Pflegetagebuch?

Ein Pflegetagebuch kann pflegenden Angehörigen, Freunden oder Ehrenamtlichen dabei helfen, einen Überblick über die aktuelle Pflegesituation zu bekommen. Steckt man erst einmal tief im Pflegealltag drin, kann es schwerfallen, ganz nüchtern festzustellen, was sich beispielsweise verändert hat, wo man langsam an seine Grenzen stößt oder was sich am körperlichen und mentalen Zustand der pflegebedürftigen Person gewandelt hat. Das Pflegetagebuch hilft Ihnen, den „Blick von außen“ zu bekommen.

Besonders wichtig werden die regelmäßigen Aufzeichnungen in der Zeit vor einer Pflegebegutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung. Deshalb ist unser Pflegetagebuch auch an genau die Kriterien-Struktur angelehnt, nach der im Pflegegradverfahren, also der Pflegebegutachtung durch die Krankenkassen, der Pflegegrad bestimmt wird. Damit hilft das Tagebuch, sich umfassend auf die Pflegebegutachtung vorzubereiten und keine Besonderheiten und Details auszulassen, die dann möglicherweise nicht in die Zuordnung des richtigen Pflegegrads einfließen.

Wie lange soll ich ein Pflegetagebuch führen?

Ein Pflegetagebuch sollte über einen Zeitraum von zwei bis vier Wochen geführt werden, damit ein aussagekräftiger „Bericht“ entsteht.

Wann sollte ich ein Pflegetagebuch führen?

pflegebedürftige

Den größten Wert hat das Pflegetagebuch für die Pflegebegutachtung. Wird also bei Ihnen oder einem Angehörigen das erste Mal ein möglicher Pflegegrad ermittelt, dann macht es Sinn, ein Pflegetagebuch in der Zeit vor dem Begutachtungstermin durch den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung) zu führen. Es hilft Ihnen und dem Gutachter den richtigen Pflegegrad zu finden.

Auch wenn eine denkbare Höherstufung beantragt wird, kann das Tagebuch ebenso wichtig sein.

Natürlich ist es hilfreich, wenn die Pflege an eine andere Person übergeben wird oder als Grundlage für einen Versorgungsplan, den beispielsweise die gesamte Familie für ein pflegegebedürftiges Familienmitglied erstellt.

Muss ich ein Pflegetagebuch führen, um Pflegekassenleistungen zu bekommen?

Nein. Aber es kann Ihnen im Zweifelsfall bei der Kommunikation mit der Pflegekasse helfen, wenn es beispielsweise streitig ist, welcher Pflegegrad Ihnen oder dem oder der Bedürftigen zusteht. Dafür können Sie das Pflegetagebuch dann der Kranken- beziehungsweise Pflegekasse oder dem Gutachter zur Verfügung stellen.

Wie sieht ein Pflegetagebuch aus?

Das Tagebuch ist in sechs Lebensbereiche oder auch Module gegliedert:

  • Mobilität,
  • kognitive und kommunikative Fähigkeiten,
  • Verhaltensweisen und psychische Problemlagen,
  • Selbstversorgung,
  • der Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen und Belastungen sowie
  • die Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte.

Bei den jeweiligen Merkmalen müssen lediglich Kreuzchen für den Grad der Selbstständigkeit gemacht werden, darunter ist Platz für zusätzliche Notizen.

So geht’s:

Bei unserem Pflegetagebuch handelt es sich um ein ausfüllbares PDF-Dokument. Am besten laden Sie es auf Ihren Computer und öffnen es in Ihrem Browser oder mit einem Programm wie dem Acrobat Reader. Füllen Sie es direkt am Computer aus und speichern Sie es unter dem jeweiligen Tag oder der Woche ab. Natürlich können Sie das Tagebuch auch ausdrucken und ganz analog mit einem Stift führen.

Im Tagebuch selbst sind alle Schritte noch einmal ganz einfach erklärt.

Download   ❘  Das Pflegetagebuch von mitpflegeleben

Füllen Sie das Tagebuch nach dem Download direkt am Computer aus oder tragen Sie die Daten ganz analog nach dem Ausdrucken ein.

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