Pflege bei Diabetes Mellitus

Was ist Diabetes Mellitus?

In der Bauchspeicheldrüse werden verschiedene lebenswichtige Hormone gebildet, darunter auch Insulin. Bei Diabetes Mellitus, der in den westlichen Industrieländern wahrscheinlich am weitesten verbreiteten Stoffwechselerkrankung, liegt ein Mangel an wirksamem Insulin vor. Das heißt, dass die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) nur ungenügend oder gar kein Insulin bilden kann oder vorhandenes Insulin im Körper nicht wirkt. Dabei wird Insulin benötigt, um den Zucker aus unserer Nahrung in die Zellen zu transportieren und dort zu speichern. Die Zellen benötigen den Zucker, um zu arbeiten; ohne Zucker kann kein Muskel seine Arbeit verrichten und unser Körper nicht funktionieren.  Es gibt verschiedene Einteilungen von Diabetes, wobei der Typ-2-Diabetes – auch Altersdiabetes – die häufigste Form darstellt. Die Behandlung von Diabetes erfolgt durch Medikamente. Orale (über den Mund aufzunehmende) Medikamente können allein oder in Verbindung mit Insulin verordnet sein, oder man benötigt ausschließlich Insulin. Insulin wird unter die Haut (subkutan) gespritzt.
Gruppe älterer Personen beim Spaziergang
Pflege bei Diabetes, Blutzuckermesseung

Die Pflege an Diabetes erkrankter Personen bedarf einiges Vorwissens

Wie die genaue Therapie des oder der Pflegebedürftigen mit Diabetes aussieht, kann Ihnen Ihr Arzt beziehungsweise Ihre Ärztin erläutern. Neu festgestellter Diabetes wird normalerweise in einem Krankenhaus „eingestellt“. Eine Zuckerkrankheit einstellen heißt, es wird genau ermittelt, welche und wie viel medikamentöse Behandlung notwendig ist. Dazu gehört in den meisten Fällen auch eine Ernährungsberatung und bei Insulin auch eine Schulung, wie damit umzugehen ist. An solchen Schulungen können betroffene Menschen und auch deren Bezugspersonen teilnehmen. Fragen Sie aktiv nach, wenn Sie in einer solchen Situation sind.  

Diabetiker sind oft krankheitsanfällig und brauchen spezielle Pflege

Für das Pflegehandeln spielt die Zuckerkrankheit Diabetes Mellitus eine wichtige Rolle. Dabei kommt es zu Veränderungen im Körper: Beine und Organe werden schlechter durchblutet und so können Schäden an Nervenbahnen, Augen und Nieren entstehen. Diabetiker haben auch ein größeres Risiko, Schlaganfälle (Apoplexie) und Herzinfarkte zu erleiden. Übergewichtige Diabetiker sollten ihre Ernährung umstellen und sich körperlich betätigen. Gehen Sie zum Sport. Gleiches gilt für pflegebedürftige Menschen:

Bringen Sie Bewegung in Ihr Leben!

Planen Sie Aktivitäten und Unternehmungen. Menschen werden durch Anforderungen und Bewegung auch kognitiv angeregt. Da Diabetes die kognitiven Fähigkeiten verändern und beeinträchtigen kann, sollte man genau diese aktivieren. Bei schwer pflegebedürftigen Menschen können Sie eine Thromboseprophylaxe durchführen. Beobachten Sie die Durchblutung der Beine. Verwenden Sie weiche Socken und gut passende Schuhe. Pflege Sie die Haut. Seien Sie vorsichtig bei der Fußpflege. 

Da Diabetes oft schwierige Folgeerkrankungen mit sich bringt, müssen oft auch andere Medikamente eingenommen werden. Man sollte Medikamentenverordnungen grundsätzlich sehr ernst nehmen. Bei Unklarheiten sollte man mit dem zuständigen Arzt oder der zuständigen Ärztin sprechen. Manche langjährigen Diabetiker leiden an einem Diabetischen Fuß. In diesem Fall sollte man Fachkräfte aus dem Wundmanagement hinzuziehen. 

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