Um es gleich vorweg zu sagen: Beginen gibt es nicht mehr. Die Beginen-Kultur allerdings lebt weiter. Beginen waren Gruppen frommer Frauen – unverheiratet oder verwitwet , die sich seit dem 12. Jahrhundert in sogenannten Beginenhöfen angesiedelt haben. Verbreitet waren diese Wohnkomplexe für Frauen in Belgien und den Niederlanden.

Alt werden in einer Beginengemeinschaft

Nichtsdestotrotz gibt es auch in der heutigen Zeit Frauen-Gemeinschaften, die diese 900 Jahre alte Tradition in die Moderne überführt haben. Sie haben zahlreiche Wohnprojekte verwirklicht, in denen selbstständige Frauen zusammenleben, „die sich der gesellschaftlichen Gleichstellung von Frauen, der Gewaltfreiheit, dem schonenden Umgang mit der Natur und den Ressourcen unseres Planeten verpflichtet“ fühlen. Und: „Sie unterstützen sich gegenseitig und nutzen die Unterschiedlichkeit der Frauen für die individuelle Weiterentwicklung und die der Gemeinschaft“ (Dachverband der Beginen e.V.). Eine feste Ausrichtung, wie das Leben der Beginen zu sein hat, existiert allerdings nicht. Das entscheiden die Frauengruppen individuell. Wichtig ist nur die gegenseitige Unterstützung, die auch vielen älteren Frauen zugutekommt.

Ältere Frauen unter sich

Professionelle Pflege wie beim Service-Wohnen spielt bisher in den meisten Höfen keine oder noch keine Rolle. Barrierefreiheit allerdings schon. Zusammen mit der Solidargemeinschaft kann so auch das Wohnen und Leben bis ins hohe Alter ermöglicht werden. 

Derzeit gibt es 17 Frauenwohnprojekte, die im Dachverband der Beginen organisiert sind. Die meisten von ihnen befinden sich im Ruhrgebiet zwischen Köln und Bielefeld. Es gibt aber auch andere, wie zum Beispiel die drei Berliner Beginenhöfe, die im BeginenWerk e.V. organisiert sind. 

 

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