Verhinderungspflege

Die Verhinderungspflege - Auszeit für die Angehörigen

Verhinderungspflege, auch Ersatzpflege genannt, greift dann, wenn der oder die Pflegebedürftige privat zuhause gepflegt wird und die pflegende Person vorübergehend an der Pflege gehindert ist, zum Beispiel durch Krankheit oder Urlaub.  Pflegen Sie selbst, dann setzen Sie diese Leistung auch ein, um sich vor Überlastung zu schützen, indem Sie sich eine Erholung gönnen“.
Die vorübergehende Pflege kann von professionellen Kräften eines Pflegedienstes aber auch von anderen nahen Angehörigen und Ehrenamtlichen übernommen werden. Genauso ist die Unterbringung in einem Pflegeheim denkbar. Die vollstationären Einrichtungen halten oft Kapazitäten vor, um für diese Fälle pflegebedürftige Menschen kurzzeitig aufnehmen zu können.

Für eine notwendige Verhinderungspflege zahlt die Pflegeversicherung ab Pflegegrad 2 für bis zu sechs Wochen je Kalenderjahr bis zu 1.612 Euro. Anspruch besteht allerdings erst dann, wenn die oder der Angehörige, Freund oder Nachbar die pflegebedürftige Person schon mindestens sechs Monate zuhause gepflegt hat. 

erschöpfte pflegende Angehörige

Auch hier gilt wie bei der Kurzzeitpflege: Das Pflegegeld wird zu 50 Prozent weitergezahlt. 

Verhinderungs- und Kurzzeitpflege kombinieren

Zudem können sie die Verhinderungspflege mit bis zu 50 Prozent der Kurzzeitpflege-Leistungen aufstocken, wenn Sie diese bisher nicht abgerufen haben. So stehen bis zu 2.418 Euro im Kalenderjahr für die Verhinderungspflege zur Verfügung. So können sie die Verhinderungspflege verlängern, ohne direkt eine vollstationäre Einrichtung in Erwägung zu ziehen. Allerdings ist die Kostenerstattung begrenzt auf den 1,5-fachen Betrag des jeweiligen Pflegegeldes.

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